26. April bis 7. Juli 2026
Karl-Heinz Bogner, Oliver Braig, Marc Dittrich,
Uwe Keller, Verena Könekamp
Die Errichtung der eigenen vier Wände samt Dach über dem Kopf ist ein menschliches Grundbedürfnis und universelle Konstante über die Zeitalter hinweg. Der Bau eines Hauses, das Wohnen steht für Sicherheit, Schutz bzw. Abgrenzung nach außen, aber auch für einen individualisierten Innenraum, der identitätsbildend ist. Wie und wo wir wohnen hat Einfluss auf unser Wohlbefinden und prägt unser Verhalten. Das Thema Wohnen ist ein soziales Thema unserer Zeit. Die Frage, wie wir als Individuen im Rahmen der Gesellschaft leben wollen und können, muss stets aufs Neue beantwortet und ausgehandelt werden. Ausgehend von einem Archetypus einer Behausung sollen vielfältige Spielarten entwickelt werden: (An-) Verwandlung, Umformung, Gegenentwurf, Neukombination – zwischen Schutzraum und Utopie.
Als ich dich kennengelernt habe wusste ich, du wirst bleiben. Vielleicht nicht bei mir, aber dafür in meinem Kopf. Ich wollte so viel mit dir erleben, wollte deinen Eisberg nach unten abtauchen – aber das Eis brach nicht, wollte mehr als du gegeben hast und habe mir den Kopf am harten Eis angeschlagen. Man sagt doch immer, dass man nach solchen Unfällen aufstehen und weitermachen solle, um keine Blockaden aufzubauen – dachte ich und ging raus in die Welt! Lernte neue Menschen kennen und gab deren Eisbergen eine Chance. Wirklich tauchen konnte ich aber nie, der Kopfschmerz zu groß, mein Kopf drehte Kreise, dröhnte und dann schrie mein Herz nach dir. Ich glaube, ich kann dich nicht vergessen, nicht so schnell und auch, wenn ich weiß, wie man mit deinem Berg umgehen muss, weiß, dass das tauchen nichts wird, sehne ich mich immer noch danach. Wenn es in der Zukunft nicht nichts wird, verändert man eben im Kopf, die Parameter der Vergangenheit und bleibt so darin stehen und schaut sich um, bleibt und lebt mit immer weiter andauernden Vergangenheit, bis sie allmählich verblasst – ich denke, das nennt man dann „über dich hinweg sein.
Text Lukas Semrau
SUNNY SIDE UP in Rot an der Rot

Die Installation Wohngemeinschaft ist ein Gemeinschaftswerk.
Nach der Projektbeschreibung von Oliver Braig und den Bauplänen, die wir bei nabu.de gefunden haben, wurden die 31 Häuschen von Jugendlichen gefertigt.
So entstanden Behausungen für: Stare, Gartenrotschwänze, verschiedene Meisen, Kleiber, Spatzen, Fledermäuse, Rotkelchen, Bachstelzen, Zaunkönige, Grauschnäpper....
Nun galt es nur noch den geeigneten 'Bau'-Platz zu finden.
Die Installation Wohngemeinschaft ist in Kanzach, am Fahrradweg zwischen Kanzach und Dürmentingen, gegenüber der Bachritterburg, zu sehen.